Es braucht erstmal ein wenig Überwindung, um sich für einen Schüleraustausch anzumelden. Eine fremde Person für eine Woche in sein Leben einzuladen und gleichzeitig auch für eine Woche in den Alltag einer fremden Familie mit fremder Sprache und Routinen einzutauchen ist schon ein kleines Abenteuer.
Der Austausch startete dieses Jahr mit dem Besuch der französischen Schüler in Darmstadt. Anfang Dezember trafen wir uns, ein wenig aufgeregt und erwartungsvoll, am Hauptbahnhof in Darmstadt, um die Gäste in Empfang zu nehmen. Die ersten Momente waren erwartungsgemäß ein wenig ungewohnt. Man musste sich erstmal kennenlernen und einen geeigneten Weg der Kommunikation finden, vor allem da die Deutschkenntnisse unserer Austauschpartner keine fließende Kommunikation zuließen. Schnell waren aber die anfänglichen Hürden überwunden und die gemeinsame Woche in Darmstadt eine gelungene Zeit mit vielen Aktivitäten (Ausflug nach Frankfurt, Bowling, Stadtrallye in Darmstadt). Als Gruppe kamen wir schnell gut zurecht und konnten auch am Wochenende die Zeit gut nutzen, zum Beispiel auf der Darmstädter Südtribüne. Im Frühjahr stand dann der Aufenthalt in Frankreich an. Per Bahn sind wir, mit Zwischenstopp in Paris, nach Eu gefahren. Das Wiedersehen fiel deutlich leichter als der erste Kontakt und erleichterte deshalb das Ankommen im neuen Land. Etwas Gewöhnung erfordert auch das dauerhafte Sprechen und Hören von Französisch. In erstaunlich kurzer Zeit wird das aber unterbewusst und leichtfällig. Unsere Woche in Eu war, wie in Darmstadt, geprägt von Aktivitäten (Stadtbesichtigung, Robbenbeobachtung, Bowling). Außerhalb des Programmes haben wir viel Zeit am Strand verbracht; zum Glück hatten wir warmes Wetter.
Der Austausch ist eine bereichernde Erfahrung. Wenn man sich darauf einlässt und sich bemüht, wird man mit einem erweiterten Horizont, schönen Erlebnissen und einem viel besseren Verständnis der französischen Sprache und Kultur belohnt. Gerade weil Frankreich mittlerweile ein enger Verbündeter Deutschlands ist, ist es wichtig, Beziehungen dorthin aufzubauen und zu einem guten Verhältnis beizutragen. Der Austausch ist eine gute Gelegenheit hierfür.
Hannes Schultheis







