Heute durften wir an der Edith-Stein-Schule Besuch aus Wiesbaden empfangen: Der Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Herr Armin Schwarz, kam begleitet von Herrn Peter Franz, MdL und selbst Vater unserer Schulgemeinde, zu einem Gespräch zum Thema „Extremismusprävention und Demokratieförderung“ an die Schule.
Zur Gesprächsrunde gehörten neben Jonas Goy, als Vertreter der Schülerschaft, Herr Herzog, beauftragte Lehrkraft zur Extremismusprävention, der gemeinsam mit Herrn Dr. Mühlum als katholischem Seelsorger unsere Lehrerschaft repräsentierte. Auch das staatliche Schulamt, in Person von Amtsleiter Herrn von Kymmel und des Schuldezernenten Herrn Neufeld, und zwei weitere Mitarbeiter*innen des Ministers nahmen am Gespräch teil. Besonders nett war, dass mit Frau Kreischer, Referentin beim Minister, eine ehemalige Schülerin der Edith-Stein-Schule anwesend war. So war gemeinsam mit Herrn MdL Franz für die Eltern die gesamte christliche Erziehungsgemeinschaft vertreten.

Nach einer kurzen Einleitung von Schulleiterin Frau Krumpholz zur Motivation einer katholischen Schule, sich der Demokratieerziehung zu widmen und der Entwicklung hin zum Schwerpunkt „Extremismusprävention“ in den letzten beiden Jahren, schilderte Jonas eindrücklich seine persönlichen Eindrücke von der Gedenkstättenfahrt in Klasse 12. Die Spuren, die eine solche Begegnung mit dem Ort der Verbrechen hinterlässt, sind zwar emotional schwierig und teilweise herausfordernd, aber wirken nachhaltig. So plädierte Jonas deutlich für eine Gedenkstättenfahrt für alle hessischen Schüler*innen im Sinne einer Stärkung von Jugendlichen gegen extreme Einflüsse.
Jugendmedienschutz im Kontext des gewählten Themas kam ebenso zur Sprache, wie Handyregelungen in Hessen und an der ESS, inhaltliche Schwerpunkte im Geschichtsunterricht zur Nutzung der sozialen Medien durch die neue Rechte, Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte (und Eltern) oder die Bedeutung von Partizipation an Entscheidungsprozessen durch die Schüler*innen für ein Demokratie-Lernen.
Diesen Aspekt des Schulsprechers griff Herr Dr. Mühlum auf und schilderte anschaulich die Selbstorganisation der J-GCL (als Beispiel für Partizipation und Demokratielernen). Er stellte die Bedeutung von Herzensbildung und des Blicks auf das „Zwischendrin“ dar und warb in diesem Zusammenhang für den Ausbau der Schulsozialarbeit an öffentlichen Schulen, wohlwissend, dass die Ausstattung mit Seelsorgestunden dort nicht möglich sein kann.
Wir unsererseits erfuhren Neues zu der Vielfalt an Kooperationen des Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen, die uns in dieser Fülle nicht bekannt waren, und nahmen erfreut zur Kenntnis, dass das Curriculum für das neue Schulfach „KI und digitale Welt“ (das an der ESS erst ab Klasse 6 greifen wird) sich bereits im Abstimmungsprozess befindet.
