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Unser Grundkurs Darstellendes Spiel (Jahrgang 12 bei Herrn Sieb) hat dieses Jahr an den Schultheatertagen teilgenommen, mit dem unter der Anleitung von Herrn Sieb und Isabelle Stolzenburg (Theaterpädagogin) verfassten dokumentarischen Stück „Widerstand! Im Schatten der Mauer“.

Bereits Anfang dieses Schuljahres stürzten wir als Kurs uns gemeinsam in die Arbeit und in viele interessante Gespräche über Widerstand im Allgemeinen und den Widerstand in der ehemaligen DDR, einem totalitären Staat unter der damaligen Herrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Dabei legten wir unseren Fokus unter anderem auch auf unsere ganz persönlichen Widerstandsdefinitionen. Sowohl theoretisch lernten wir die Form des dokumentarischen Theaters kennen als auch praktisch, indem wir uns durch ausgiebige Recherche mit vier Zeitzeugen vertraut machten, die damals als Jugendliche zeigten, dass sie eben nicht einverstanden sind mit Diktatur, Unterdrückung und Zensur. Die vorletzte Woche vor den Ferien diente uns als Probenwoche, jedoch trafen wir uns schon am Sonntagnachmittag in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt und im Theater Moller Haus zur Eröffnung der Darmstädter Schultheatertage. Dort durften wir verschiedene, spannende Workshops besuchen wie Bühnenkampf, absurdes Theater, Stimme oder Tanz, die uns einen Einblick in die faszinierende Theaterwelt gaben. Im Anschluss an ein Stück Pizza führten dann die einzelnen Teilnehmergruppen einen Teaser in den Kammerspielen auf, der einen Einblick in ihre Stücke gab. Durch die sehr unterschiedlichen Stile und Themen war der Abend somit überaus abwechslungsreich. Am Montag konzentrierten wir uns dann voll und ganz aufs Weiterentwickeln und Proben der Szenen unseres Stückes, wofür der Unterricht bereits eine stabile Grundlage geschaffen hatte. Es war interessant zum ersten Mal mit den Kostümen und dem Bühnenbild zu arbeiten, in welche ein paar Leute aus dem Kurs viel Arbeit investiert hatten. Außerdem schauten wir uns am Montagabend im Moller Haus gemeinsam das Stück unserer Partnergruppe „Die zertanzten Schuhe“ vom Xperience Room an, was gerade, weil es so unterschiedlich zu unserem Stück war, unser Interesse wecken konnte. Die folgenden Tage trafen wir uns also im Gymnastikraum und übten eifrig. Die Woche war demnach geprägt von viel Arbeit, Aufwand und Geduld, aber auch gemeinsamem Lachen, Spaß an der Arbeit und Pizzaessen am Mittwoch. Wir hatten zudem das Glück im Anschluss an eine unserer Proben noch mit einem Schauspieler des Darmstädter Staatstheaters, Jörg Zirnstein, der unsere Probe besucht hatte, zu sprechen. Er selbst lebte in der DDR und konnte uns somit ganz neue Perspektiven geben, was uns nochmals mehr geholfen hat, uns in die Figuren hineinzuversetzen. Mittwochs kam uns zudem eine Journalistin vom Darmstädter Echo besuchen, die einige Fotos schoss und mit ein paar von uns, sich über das Stück und Widerstand im Allgemeinen unterhielt, sodass auf Basis dessen ein Artikel im Echo erscheinen konnte. Nach einer Generalprobe am Donnerstagvormittag, die glücklicherweise noch von ein paar Fehlern durchzogen sein durfte, kam am Abend unsere Premiere im Gymnastikraum. Trotz einiger Aufregung und Nervosität gelang es uns, die Premiere des Stückes erfolgreich aufzuführen und im Anschluss daran in Nachgesprächen und durch ein Plakat einige Anregungen und Gedanken zum selbstverständlich auch schwierigen und harten Thema unseres Stückes zu sammeln. Nachdem unser erster Auftritt geschafft war, mussten wir am nächsten Morgen alle Kostüme und das Bühnenbild von der Edith-Stein-Schule zu den Kammerspielen transportieren und im Gymnastikraum klar Schiff machen. Dann war es an der Zeit eine neue Location (die Kammerspiele) mit neuen Herausforderungen, aber vor allem vielen Möglichkeiten dank der Bühnentechnik und dem Platz, kennenzulernen. Schließlich war es so weit und trotz des parallel laufenden EM-Spiels Deutschland gegen Spanien waren die Kammerspiele gut besetzt. Für uns alle war diese Aufführung nochmal eine ganz andere Erfahrung, die uns bestimmt im Gedächtnis bleiben wird und definitiv ein krönender Abschluss der mal anstrengenden, oftmals aber auch spannenden Probenwoche war. 

Abschließend möchten wir allen danken, die mit ihrem Einsatz unser Stück und die Probenwoche unterstützt haben, aber auch all denjenigen, die zum Zuschauen gekommen sind.

Die Schüler auf Bühne, eine Gruppe umringt eine Person, die sich die Hände vor den Mund hält.

Eine Gruppe der Schüler steht auf der Bühne und reckt jeweils ein Faust in die Höhe.